Braten statt Geschwindigkeitsrausch

Die Option Kühlungsborn fällt heute aus. Bei dem Wind sind die knapp 20 Meilen nicht zu schaffen, also schlafen wir aus. Später machen wir uns auf den 5 Meilen langen Weg nach Timmendorf auf Poel. Keine Weltreise, aber ein wunderschöner Hafen, sehr naturnah. Nach mehr als zwei Stunden landen wir in einer extrem breiten Box, wobei wir bei der Breite zuerst etwas überfordert sind. Sollen hier zwei Boote reinpassen? Eher ungewöhnlich, denn es sind hinten Dalben zum Festmachen. Oder für erheblich breitere Boote? Das große MoBo nebenan füllt eine ähnlich große Box ganz gut aus. Egal, nach einigen erfolglosen Lassowurf-Versuchen von Thomas zum entfernten Dalben an der Backbordseite belassen wir es bei einem Dalben. Zumindest Sturm ist nicht angesagt, das MoBo weit weg und bei Mooring-Bojen oder Schwengeln hängt man ja auch nur an einer Seite hinten fest.

Etwas später macht sich eine Hanse klar, um uns in unserer Box Gesellschaft zu leisten. Der Hafen ist mittlerweile mehr als gut gefüllt, viele Crews drehen Runden und suchen ein Plätzchen. Später sehen wir auch zwei größere Schiffe, die gemeinsam in einer breiten Box liegen, wobei dort der restliche Platz zwischen den Dalben abgefendert ist. Da passt dann kein Blatt mehr dazwischen. Kuschelig! Unsere Nachbarn in der Box berichten dann, dass zu zweit in einer Box zu liegen hier üblich ist, da der Hafen nur eine überschaubare Anzahl an Plätzen bietet, dabei aber sehr beliebt ist. Also doch!

Wir drehen auch hier eine Runde durch den „Ort“, zumindest den Teil, der überwiegend aus Ferienanlagen besteht. Ansonsten ist hier viel Gegend nebeneinander, der nächste echte Supermarkt ist im 4 km entfernten Kirchdorf zu finden. Zu weit für uns, wir haben ohnehin keinen Bedarf.

Abends werden wir dann mit einem wunderschönen Sonnenuntergang für das Dümpeln beim Segeln tagsüber entschädigt. Ein Spektakel, dass sich auch zahlreiche andere auf der Mole vor unserem Steg angucken wollten. Durch die Geräuschkulisse hat Paul keine Lust zu schlafen, erst vor Mamas Bauch eingebunden und auf dem Steg spazieren getragen  findet er ausreichend Schlafsand.

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