Das schaffen wir doch noch, oder?!

Heute soll es direkt weitergehen von Kühlungsborn nach Warnemünde. Die Distanz ist nur kurz, aber das Zeitfenster für taugliches Segelwetter ist auch eher beschränkt: morgens soll noch wenig Wind sein, also eher Dümpelwetter und gegen drei Uhr soll es erheblich „aufflauen“. Ein Gewitter könnte bei der momentanen Affenhitze auch noch anstehen. Kein Wetter, um auf dem Wasser zu sein, also fahren wir doch recht zeitig los, denn was wir schon an Strecke hinter uns haben, kann uns nachher nur von Vorteil sein.

Direkt hinter der Mole setzen wir die Segel und knabbern uns an der Windkante Richtung Warnemünde. Nur dass der Wind mal wieder erheblich anders kommt, als angemeldet. Wir müssen ziemlich genau nach Norden fahren, was dann eben ein paar Wenden mit sich bringt. Was soll’s. Unterwegs können wir dann irgendwann auch schon dem Funkverkehr von Warnemünde lauschen, wobei wir um viertel nach zwölf das erste mal die Warnung vom DWD für die Ostsee östlich Fehmarn bis Rügen mit Gewitterböen bis 10 Bft. hören konnten. Also stimmen die Vorhersage mal ausnahmsweise zumindest überein. Schaffen sollten wir es trotzdem, die Kräne der Warnow-Werft sind schon lange in Sicht. Das Gewitter soll mit südwestlichem Wind kommen, wir haben aber die ganze Zeit nordöstlichen Wind, so dass wir immer mal wieder und häufiger als sonst den Blick nach hinten Richtung Himmel werfen und auch erheblich mehr an den Segeln für optimalen Trimm zuppeln. Das hatte dann auch zur Folge, dass wir eine 34′ Jeanneau Sun Odyssey, die kurz nach uns von Kühlungsborn in Richtung Warnemünde gestartet war, sehr gut auf Abstand halten konnten, denn unser schwedisches Mädchen hat einen Wendewinkel von 70° zum Wind :). Ist halt ein Segelboot und kein Wohnklo.

Kurz vor Warnemünde zieht sich dann die Sonne seltsam zu und der Wind (immer noch nordöstlich) frischt doch erheblich auf, so dass wir nachher 6,1 kn auf dem Speedometer stehen hatten. Das hätten wir morgens beim anfänglichen Dümpeln auch nicht gedacht.

Mehr als Affenhitze und ein paar Wolken kamen dann zumindest in Warnemünde nicht zum Vorschein, so dass wir unbehelligt die Hohe Düne erreicht haben. Auch später gab es zum Glück kein Unwetter, so dass wir noch dem Zieleinlauf der Mittwochsregatta hier zugucken konnten.

Nun sind wir also in Warnemünde und der nächste Schlag wird dann wieder ein sehr langer, weg von der Ostsee, rein in die Boddengewässer. Mal sehen, wann wir die Tour angehen können, denn morgen hat Warnemünde mal wieder richtig viel Wind im Angebot. Das kennen wir ja noch vom Hinweg vor ein paar Wochen.

 

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