Wir machen das jetzt einfach so!

Eigentlich war der Plan gestern abend klar: Schlafen gehen, Ausschlafen, Mittags durch die Brücke in Wolgast und weiter bis Rankwitz. Dort eine Nacht übernachten und bei schlechtem Wetter am Montag bis Karnin motoren, damit wir Dienstag über das Haff können und am Mittwoch bei Dreckswetter nach Stettin motoren können. Doch dann hatte ich einen Geistesblitz.

Warum nicht einfach außen rum? Die Wetterfrösche sagen: 3 Bft. aus Südwest. Damit für die Peene doof, aber außen rum optimal. Schnell das Tablet raus und die Strecke abgesteckt. Wenn wir morgen (also heute) nach Swinemünde fahren, dann können wir uns Montag ausruhen und am Dienstag bei gutem Wetter direkt durch bis Stettin und dort abwettern.  Eva fand die Idee auch gut, also schnell alle Pläne umgeworfen und ab ins Bett, denn früh wird noch einmal das Wetter gecheckt.

Kurz nach sechs Uhr – die Messwerte von der Greifswalder Oie: 9 Knoten aus Südwest. BINGO! Aufstehen, fertigmachen, schnelles Frühstück und um 8.30 Uhr können wir ablegen. Unter Motor geht es noch bis an die Südspitze von Ruden, dann sind wir soweit aus der Landabdeckung raus, dass wir immerhin um die 3 Knoten Fahrt machen. Sogar Paul kommt heute mit seiner Rettungsweste ins Cockpit – wenn auch nur kurz zwischen Ruden und Greifswalder Oie. Am Ende vom Osttief luve ich an und lege den Kurs auf Swinemünde an. Ab hier wird es eigentlich zum langweiligsten Segeltag, den man sich vorstellen kann: Keine Böen, gelegentlich dreht der Wind minimal, so dass man hin und wieder die Segelstellung optimieren muss, um nicht unter seine 4,5 Knoten zu fallen. Meistens geht es mit gemütlichen 5-6 Knoten voran. Kurz vor der Grenze machen sich die Erhöhungen auf Usedom bemerkbar und der Wind lässt auch 2 sm von Land entfernt noch immer wieder etwas nach, aber nicht dramatisch.

Auf den letzten 2 Meilen unter Motor muss Eva noch zur Höchstform auflaufen – Windelwechselmarathon ist angesagt. Kaum ist die Hose angezogen, gibt es einen neuen „Service-Request“ von Junior. 

Beim Anlegen im Hafen können wir uns aufgrund der gähnenden Leere kaum entscheiden, welchen Platz wir wollen. In solchen Momenten entscheidet man sich dann gerne für einen Platz in der Nähe vom Service-Häuschen, wahlweise auch mit guter WLAN-Abdeckung. 

Morgen dann entspannen in Swinemünde. Das kennen wir ja noch vom Hinweg. 

Ein Gedanke zu „Wir machen das jetzt einfach so!“

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